Häusliche Gewalt oder Gewalt in Partnerschaften liegt vor, wenn der Täter in irgendeiner Weise mit dem Opfer verwandt oder verbunden ist. Die Erscheinungsformen dieser Gewalt sind vielfältig und oft schwer zu erkennen. Doch eines haben alle Formen von Gewalt in Partnerschaften gemeinsam: Sie verursachen Angst und Unsicherheit bei den Betroffenen.
Ein Hauptmerkmal von Gewalt in Partnerschaften ist die sogenannte Zwangskontrolle, die eine Form der Kontrolle oder Unterdrückung durch den Täter beinhaltet. Zwangskontrolle liegt vor, wenn eine Person in einer intimen Beziehung die Kontrolle über das Leben einer anderen Person übernimmt. Dies geschieht beispielsweise durch die Kontrolle des Zugangs zu Freunden und Familie, Finanzen, sozialen Medien oder anderen Dingen, über die eine freie Person normalerweise selbst bestimmen könnte.
DER KREISLAUF DER GEWALT
Ein Hauptmerkmal von Gewalt in Partnerschaften ist die sogenannte Zwangskontrolle, die eine Form der Kontrolle oder Unterdrückung durch den Täter beinhaltet. Der Gewaltkreislauf verläuft üblicherweise in drei Phasen, die einen Teufelskreis bilden. Diese Phasen sind nicht immer eindeutig, lassen sich aber wie folgt beschreiben.

Trifft einer der folgenden Punkte auf Sie und Ihren Partner zu?
Bitte beachten Sie, dass dieser Test kein „Ja“ oder „Nein“ ergibt. Die folgenden Aussagen können Ihnen jedoch helfen, die Art der Beziehung zu verstehen.
- Haben Sie Angst vor Ihrem Partner bekommen?
- Haben Sie Angst, wenn er unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen steht?
- Hat Ihr Ehepartner versucht, Sie davon abzuhalten, dorthin zu gehen, wo Sie hin möchten?
- Hat er versucht, Sie von der Arbeit, der Schule oder Ihren Hobbys abzuhalten?
- Kommandiert er Sie herum?
- Verlangt er, dass Sie ihm gehorchen?
- Hat er/sie (direkt oder indirekt) gesagt, dass Sie ohne ihn/sie nicht überleben können?
- Ist Ihr Partner Ihnen gefolgt?
- Beschuldigt Ihr Partner Sie der Untreue?
- Ist er Ihnen, Ihren Freunden und/oder Ihrer Familie gegenüber kritisch?
- Hat er gesagt, dass „mit Ihnen etwas nicht stimmt“, oder sogar, dass Sie „verrückt“ sind?
- Hatten Sie jemals unter irgendwelchen Umständen Angst vor Ihrem Partner?
- Wird er wütend, wenn Sie anderer Meinung sind oder eine andere Meinung haben?
- Sind die Dinge (z. B. der Grund für einen Streit) in der Regel Ihre Schuld?
- Hat er Sie vor anderen herabgesetzt?
- Hat er die Kontrolle über Ihre Finanzen?
- Hatten Sie jemals das Gefühl, dass Sie Sex haben müssten, um „Ihren Partner zufriedenzustellen“?
- Hat Ihr Ehepartner Ihre persönlichen Gegenstände vorsätzlich zerstört?
- Hat er Sie mit Mimik, Bewegungen oder Gesten bedroht?
- Hat er gedroht, Ihnen, sich selbst und/oder den Kindern Schaden zuzufügen?
- Hat er Sie und/oder die Kinder angeschrien?
- Hat er Sie geschubst oder geschlagen?
- Hat er oder sie Sie und/oder die Kinder geschlagen?
- Hat er gedroht, sich selbst zu verletzen und/oder seinem Leben ein Ende zu setzen?
Diese Site legt Wert auf eine gute Lesbarkeit der Texte, weshalb bei der Wortwahl nicht immer auf Geschlecht oder Sexualität Rücksicht genommen wird.

